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Freies Wort

Erschienen am 16.12.2010

 

Wenn das Feuer nicht dort ist, wo es hingehört

 

Von Jens Wenzel

 

Zella-Mehlis - Den wirklichen GAU (den größten anzunehmenden Unfall) haben die Menschen in Ludwigshafen erlebt: Dort brannte am 11. Oktober diesen Jahres das Müllheizkraftwerk ab - nachdem sich im Müllbunker der Abfall entzündet hatte. Für die Abrissarbeiten war eine benachbarte Bahnlinie fast neun Wochen lang gesperrt. In der Branche hat das die Aufmerksamkeit und die Vorsicht noch einmal steigen lassen. Schließlich haben Müllverbrennungs - oder wie sie offiziell heißen: Restabfallbehandlungs - Anlagen zwar ständig mit dem Feuer zu tun, aber eben nur im Inneren ihres Ofens und nicht etwa an anderen Stellen.

In Zella-Mehlis, wo die gesammelten Abfälle aus Südthüringen landen, hat es seit der Inbetriebnahme 2008 bislang zwei Mal "außerplanmäßig" gebrannt, am 4. und am 30. Oktober 2010, sagt der Geschäftsleiter des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft Südwestthüringen (ZASt), Dieter Weiprecht. Ein Risiko, das sich nun einmal nicht hundertprozentig ausschließen lasse, erläuterte Weiprecht jetzt der Grünen-Landtagsabgeordneten Jennifer Schubert bei einem Besuch der Anlage. Die Politikerin wollte sich informieren, wie die Anlage für den Fall eines Brandes vorbereitet ist und was mit den Rauchgasen bei einem Brand passiert.

 

Bilder vom Brand in Ludwigshafen

 

 

 

 

Quelle: http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/thuedeutschfwstz/art24503,1306911

 

Demnächst auch in Erfurt ?